Stellas Geschichte

 

Erinnerungen, die unser Herz berühren,
gehen niemals verloren.

Die Geschichte meiner Kleinen Maus ist nicht besonders lang. Sie verabschiedete sich am 01.08.1998 von mir,  laut meinem Frauenarzt in der 15 SSW. Dies glaube ich allerdings nicht. Sie war viel zu groß und schwer, als daß sie nur 15. SSW im meinem Bauch gewohnt hätte! Bei ihrer Geburt wog sie 460g und war 29cm groß.

Irgendwann hat  Stellas kleines Herzchen einfach aufgehört zu schlagen. Den Grund kenne ich bis heute nicht.

Man fand weder irgendwelche organischen Schäden, noch Mißbildungen. Die Ärzte sprachen von einem intrauterinären Plötzlichen Kindstod.

Sie hat lange um ihre Existenz ein Geheimnis gemacht. Ich hätte im Urlaub meine Regel bekommen sollen, doch auch nach unserer Rückkehr von Rhodos wollten sich noch immer keine Blutungen einstellen. Ich nahm an schwanger zu sein, was auch der Schwangerschaftstest bestätigte.

Nur wenige Tage später kam dann die niederschmetternde Botschaft beim Arztbesuch "Sie sind aber nicht mehr lange schwanger!"

Ich war wie vor den Kopf gestoßen.

Der Gynäkologe erzählte mir noch, was nun passieren würde. Daß er gleich im Krankenhaus anrufen würde, um einen Termin zu machen. Er fragte mich, wann ich gehen wolle. Tja von wollen kann nun wirklich nicht die Rede gewesen sein. Und somit schob ich den Termin noch einige Tage vor mich her. Schießlich ging ja keine Gefahr aus und die Blutungen waren noch nicht besonders stark. Vielleicht verabschiedete sich meine Maus ja von alleine?

Mein Arzt schickte mich mit dem weniger tröstlichen Satz "Sie haben ja schonmal bewiesen, daß sie es können" nach Hause. Zum Glück war ich nicht mit dem Auto sondern mit der Bahn da.

Ich war völlig neben mir, Konnte mich mit Mühe auf den Beinen halten. Klarer Kopf? Fehlanzeige! Ich frage mich heute noch, wie ich den Weg nach Hause überhaupt geschafft habe und nicht gleich vor ein Auto rannte - so gedankenversunken und verloren war ich so ganz alleine. Ein hoffnungsvoller in Freude erwarteter Arztbesuch endete mit so einer schrecklichen Nachricht! Ich hätte es nicht für möglich gehalten, warum sollte mir sowas passieren? 

Tot, mein Kind ist tot.

 Warum durfte dieses Kind nicht leben? Was hatte ich falsch gemacht? Hatte ich es mir im Urlaub vielleicht zu gut gehen lassen, nicht zu sehr auf mich geachtet?

Ich konnte nicht glauben, daß ich dieses Kind nicht bekommen sollte, obwohl ich schon so dieses Gefühl hatte. Es war alles anders, als bei der Schwangerschaft mit Alena. Ich fühlte mich überhaupt nicht schwanger, ja, ich wußte es, ich spürte sie auch, aber irgendwo tief in meinem Innerstens war auch dieses Bewußtsein, daß ich dieses Kind niemals in den Armen halten würde, ihr nie die Welt zeigen würde.

 Und dann setzen ja auch diese Blutungen ein, die ankündigten, daß Stella nun nicht länger in ihrem schützenden Wohnmobil bleiben konnte.

Ich wollte sie garnicht hergeben. Solange sie noch in meinem Bauch war, gehörte dieses Kind noch mir und ich hatte irgendwie noch immer Hoffnung, redete wiiter mit ihr, sie war doch mein Baby, ganz egal, wo ihre Seele nun war, sie würde mich sicherlich hören.

Mein Mann brachte mich am 31. Juli ins Krankenhaus. Weil sich Stella nicht alleine verabschieden wollte, sollte die Geburt eingeleitet werden.

Am 01.08.1998 wurde dann unsere kleine Stella geboren, 460 g schwer 29cm groß - aber ein Kind, an dem alles dran war, was es zum Leben  gebraucht hätte, alles, bis auf den nötigen Herzschlag.

Die Tage danach waren schwer, ich fühlte mich leer und unverstanden.

Bis sich vier Monate nach Stellas Tod unser Sonnenschein Robin angekündigt hat; er wurde am 14.9.1999 geboren und hat sich leider auch

nach 21 wunderschönen Monaten mit ihm zu seiner Schwester und den Sternenkindern geträumt.

Seine Geschichte könnt ihr Hier nachlesen.

 

Berührungen

Berührungen sind Sonnenstrahlen des Lebens.

Es gibt schöne Berührungen,
manche Berührungen sind innig,
aber nur ganz wenige treffen tief - bis in die Seele.
Dann ist es, als ob zwei Instrumente - gleichgestimmt, von sich aus - gemeinsam eine ganz besondere Melodie spielen.
Es ist nicht vorhersehbar - es ist nicht zu steuern.

Du bist mir begegnet - ich hatte keine Ahnung.
Dann haben wir uns berührt - ich wollte eigentlich zu allen gleich offen sein, keine Unterschiede machen - doch dann war sie plötzlich da, die ganz besondere Melodie.

Ich kenne Dich nicht - und doch bist Du mir unendlich vertraut und nah.

Du berührst mich bis in mein Innerstes. Dich zu spüren ist wie ein Hauch von Ewigkeit - ein Klang, der meine Seele schweben lässt.

Verfasser unbekannt

 

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